Konservative und interdisziplinäre Behandlungen von Craniomandibulären Dysfunktionen - FAQ
Eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist eine Funktionsstörung unseres Kausystems. Das Zusammenspiel von Zähnen, Kiefergelenken und der Kaumuskulatur kann gestört sein.
Häufige Ursachen könnten folgende sein:
- Zahnfehlstellungen: Ein schlechter Biss, das können einzelne Verzahnungen oder auch größere Zahngruppen sein, bei den der Oberkiefer nicht zum Unterkiefer passt. Störkontakte aktivieren das Nervensystem und die Kaumuskulatur.
- Fehlende Zähne: Zahnlücken oder größere Bereich mit fehlendem Zahnersatz, sowie schlechte Kronen, Implantate und auch Füllungen könne die natürliche Bisslage verschieben.
- Weisheitszähne: Diese werden oftmals nicht ernst genommen. Wenn Weisheitszähne kein Platz haben, versuchen diese dennoch zu extrudieren und verschieben alle vorhandenen Zähne nach vorne oder zur Seite. Es kommt zu Fehlbissstellungen und im schlimmsten fall zu massiven Okklusionstörungen.
- Bruxismus: Das Knirschen und/oder Pressen der Zähne. Oftmals im Tiefschlaf beim Abbau von Stress oder auch bei hochangespannten uns sehr konzentrierten Menschen im Berufsleben.
- Muskuläre Dysbalancen: Falsche Haltung der Wirbelsäule oder Muskelüberlastungen wie zum Beispiel verkürzte oder überdehnte Kaumuskulatur.
- Unfälle, Verletzungen oder Erkrankungen: Kiefertrauma, Arthrose im Kiefergelenk, Gelenkkapselentzündungen, Rheumatische Erkrankungen, etc.
Besuchen Sie die Zahnarztpraxis Fryges in Calw und wir werden alle Therapiemöglichkeiten mit Ihnen durchgehen und die beste Lösung für Ihr Leiden finden.
Zuletzt aktualisiert am 2026-11-01 von Christian Fryges.
Ja, in extremen Fällen einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) oder bei Patienten mit Bruxismus (Knirschen und/oder Pressen der Zähne) verwenden wir auch das Botulinumtoxin Typ A (Botox) um den Schmerz für einige Monate auszuschalten. Botox blockiert dabei vorübergehend die Signalübertragung vom Nerv zum Muskel. Der Kaumuskel (musculus masseter), übrigens der stärkste Muskel im menschlichen Körper, wird durch die Infiltration des Botulinumtoxin entspannt und die Beißkraft wird gedämpft.
Botox hilft bei muskulär bedingten Beschwerden wie Kiefer- und Gesichtsschmerzen, Spannungskopfschmerzen oder Nackenverspannungen. Wenn di Schmerzen allerdings vom Kiefergelenk kommen und auch ein knacken wahrzunehmen ist, hilft Botox nicht weiter.
In der Zahnarztparxis Fryges in Calw werden wir alles genaustens analysieren und das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.
Zuletzt aktualisiert am 2026-11-01 von Christian Fryges.
Nein, die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht.
Wir empfehlen Ihnen sich zuerst in der Zahnarztpraxis Fryges in Calw vorzustellen und alle Therapiemöglichkeiten bei craniomandibulären Dysfunktion mit unserem Ärzteteam zu besprechen.
Empfohlen wird zuerst eine Therapie mit Aufbissschienen und anschließend wird mit Physiotherapie fortgefahren.
Eventuell ist auch eine kieferorthopädische Behandlung oder Korrektur indiziert.
Die Kosten einer Botox Behandlung am Kaumuskel belaufen sich bei ca. 400,-€. Die Injektion erfolgt an 3-4 Stellen seitlich am Unterkiefer, jeweils linke und rechte Seite. Wenn nach ca. 4-6 Monaten keine Verbesserung festgestellt wird, sollte die Behandlung wiederholt werden.
Zuletzt aktualisiert am 2026-11-01 von Christian Fryges.