Funktionsdiagnostik & -Therapie

Wenn Sie häufig unter Schmerzen im Kopf, Hals oder Wirbelbereich leiden, kann dies durchaus Ursachen im Bereich der Zähne oder des Kiefergelenkes haben. Craniomandibuläre Dysfunktionen (CMD) können Schmerzen bis über die Kopfgegend hinaus weiterleiten.
Unser Kausystem inklusive des Kiefergelenks muss komplizierte und aufeinander abgestimmte Bewegungen leisten können. Und jedes einzelne Teil dieses Systems, die Zähne, Gelenke, Knochen und die Muskulatur, spielen eine wichtige Rolle. Sobald eines dieser Teile gestört ist, kommt es zu Dysfunktionen, die sich unter anderem in Gelenkknacken, Zähneknirschen und Schmerzen im Kopfbereich widerspiegeln.

Viele Funktionsstörungen können bereits mit Aufbissbehelfen (Schienen) korrigiert werden. Mit Hilfe der Schienentherapie ist es uns möglich eventuelle veränderte Bisslagen wieder zu korrigieren.

In einigen Fällen ist es auch notwendig kieferorthopädische Behandlungen durchführen zu lassen. Interdisziplinär können auch Ostheopathen und Physiotherapeuten hinzugezogen werden.

Nach einer Untersuchung und Feststellung einer Dysfunktion werden meistens folgende Behandlungsschritte eingehalten:

  1. Entlastung durch Schienentherapie: Als erstes wird mittels der Schienentherapie versucht den Biss zu stabilisieren evtl. auch zu korrigieren und eventuelle Okklusionsstörungen auszugleichen. Die maßgefertigte Aufbissschiene entspannt die Kaumuskulatur und entlastet die Kiefergelenke.

    Bei Patienten mit Bruxismus (Zähneknirschen/Zähnepressen) wird mit der Aufbissschiene auch das weitere mechanische Abtragen des Zahnschmelzes verhindert.

    Die Schienen stellen wir selber in unser Zahnarztpraxis her und reichen in den meisten Fällen auch. Alternativ gibt es noch spezielle Aufbissschienen die extern in einem Dentallabor angefertigt werden, diese werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen und die Kosten hierfür müssen selbtsgetragen werden.

  2. Physiotherapie: Es werden gezielte Methoden zur Schmerzlinderung, Entspannung der Muskeln und Verbesserung der Beweglichkeit durchgeführt. Unter anderem die manuelle Therapie, Triggerpunktbehandlung, Massagen, Krankengymnastik, Eigenübungen, etc.

  3. Botox-Behandlung: Eine Botox-Behandlung mit dem Botulinumtoxin Typ A bei einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) und starkem Zähneknirschen (Bruxismus) dient vor allem der Entspannung überaktiver Kaumuskulatur (insbesondere des musculus masseter). Diese Behandlung wenden wir nur bei Extremfällen an und wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Konservative und interdisziplinäre Behandlungen von Craniomandibulären Dysfunktionen - FAQ

Warum habe ich so starke Schmerzen im Kiefergelenk, an der Schläfe und im Nacken?
Wird in der Zahnarztpraxis Fryges in Calw mit Botox behandelt?
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten einer CMD-Behandlung mittels Botox?