Wurzelbehandlungen - FAQ
Eine Wurzelbehandlung ist dank Lokalanästhesie während des Eingriffs in der Regel schmerzfrei. Der Zahn und das umliegende Zahnfleisch werden betäubt.
In einigen Fällen ist sogar gar keine lokale Betäubung notwendig, da die Pulpa (das Zahnmark) schon länger "tot" ist. Wir entscheiden dann spontan und je nach Schmerzempfinden seitens der Patienten, ob eventuell durch Betäubung direkt in den Wurzelkanal, bei noch geringer Vitalität, der Schmerz ausgeschaltet werden muss.
Während der Behandlung spüren Sie vom eigentlichen Eingriff meist nichts. Manchmal ist ein leichtes Drücken oder ein Instrumentengeräusch zu merken.
In einigen Ausnahmen ist der Nerv extrem stark entzündet, da kann es dann sein, das die Betäubung anfangs langsamer oder schlechter wirkt. Frau Dr.-medic Carmen und Christian Fryges können in dem Fall gezielt nachbetäuben.
Viele Menschen haben Albträume oder kreieren irgendwelche Szenarien was Wurzelbehandlungen angehen. Das meiste ist aber vollkommen übertrieben. Eine Entzündung oder ein eitriger Nerv (Pulpa) pocht, ist das oft sehr schmerzhaft. Die Behandlung selbst setzt dem Schmerz ein Ende.
Die größten Schmerzen haben Patienten meist vor einer Wurzelbehandlung, mit folgenden Symptomen:
- anhaltender Zahnschmerz, der auf Kiefer und Gesicht ausstrahlen kann
- Schmerz bei heißen oder kalten Getränken und Speisen
- Schmerz beim Aufbeißen und Druck von außen
- geschwollenes und empfindliches Zahnfleisch
- kleine pickelartige Erhebungen am Zahn, aus denen Eiter austreten kann
- dunkle Verfärbung des Zahns
- gelockerter Zahn
- Schwellungen des Zahnfleischs am Kiefer oder der Wange
Nach der Behandlung sind die Beschwerden meistens sehr gering und dauern höchstens 2-3 Tage an. falls die Beschwerden andauern und verstärkter auftreten wenden Sie sich wieder an die Zahnarztpraxis Fryges in Calw.
Zuletzt aktualisiert am 2026-11-01 von Christian Fryges.
Hauptursache ist das Eindringen von Bakterien in die Pulpa (Zahnmark/Zahnulpa), die dann eine Entzündung auslösen können. Bei einem gesunden Zahn ist die Pulpa gut vor schädlichen Eindringlingen geschützt. Sind jedoch Schäden am Zahnvorhanden, können Bakterien ins Zahninnere eindringen.
Hier einige Ursache die zur Schädigung der Pulpa führen können:
- Karies (die Hauptursache)
- Schäden am Zahn durch einen Unfall wie einen Sturz
- undichte oder rissige Füllungen
- Abnutzung
- entzündliche Erkrankungen des Zahnfleischs (Gingivitis und Parodontitis)
Regelmäßige Kontrolltermine, 1-2/Jahr, in unserer Zahnarztpraxis in der Schloßstr., können dafür sorgen, dass erst gar nicht zu solchen Komplikationen kommen wird.
Zuletzt aktualisiert am 2026-11-01 von Christian Fryges.
Ja, wir in der Zahnarztpraxis Fryges in Calw empfehlen eine Wurzelbehandlung bei einem tief zerstörten oder entzündeten Zahn, weil es die einzige Möglichkeit ist, diesen langfristig zu erhalten. Ohne diese Behandlung müsste der Zahn gezogen und durch teuren Zahnersatz ersetzt werden.
Die Vorteile einer Wurzelbehandlung und warum es sich lohnt den erkrankten Zahn zu erhalten sind unter anderem:
- Zahnerhalt: Ihr natürlicher Zahn bleibt fest im Kiefer verankert und funktioniert weiterhin normal beim Kauen und Sprechen.
- Optik: Es entsteht keine unschöne Zahnlücke, und die natürliche Ästhetik Ihres Gebisses bleibt erhalten.
- Schmerzfreiheit: Die Entzündung und die damit verbundenen, oft heftigen Zahnschmerzen werden dauerhaft beseitigt.
- Kostenvorteil: Eine Wurzelbehandlung ist in der Regel deutlich günstiger als ein Zahnimplantat oder eine Brücke, die nach einemgezogenen Zahn nötig wären.
- Schutz des Kiefers: Der Knochen bildet sich an dieser Stelle nicht zurück, da er weiterhin durch die natürliche Zahnwurzel belastet wird.
Es gibt aber auch einige Nachteile die hier zu erwähnen sind. In einigen Fällen, je nach Entzündungsgrad, erfordert die Behandlung oft mehrere Termine, da die Kanäle mehrmals gründlich gereinigt und desinfiziert werden müssen.
Mit der Zeit wird ein wurzelbehandelter Zahn brüchig, spröde und kann leichter brechen, da dieser Zahn nicht mehr durchblutet wird (er ist "tot"). Wurzelbehandelte Zähne müssen nach einiger Zeit, wir empfehlen einen Zeitraum von 12-24 Monate nach der Behandlung, überkront werden. Diiese Zähne sind bruchanfällig und werden schließlich durch eine Überkronung geschützt.
Ein weiterer Nachteil einer Wurzelbehandlung ist, das diese Zähnen sich verfärben und dunkel werden. Aber man muss halt abwägen was relevanter ist.
Was ebenfalls zu vermerken ist. Es gibt keine 100%-Garantie: Bei extrem gekrümmten oder verzweigten Wurzelkanälen können Bakterien zurückbleiben, was eine Reinfektion auslösen kann.
Zuletzt aktualisiert am 2026-11-01 von Christian Fryges.
Diese Frage kann die Zahnarztpraxis Fryges in Calw nur nur mit einem jein beantworten.
Denn die Standardversorgung der gesetzlichen Krankenkassen umfasst die Diagnostik (Röntgen), die manuelle Aufbereitung und Reinigung der Wurzelkanäle sowie die einfache Wurzelfüllung nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot ("ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich"). Dies entspricht aber nicht dem neuesten Stand der Technik und Wissenschaft.
Bei uns fallen weitere Zusatzleistungen (Privatleistungen) an, da wir auf moderne, präzisere Methoden zurückgreifen, die nicht zum Leistungsumfang der GKV gehören. Dazu zählen unter anderem:
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Elektrometrische Längenbestimmung der Wurzelkanäle (statt reinem Röntgen)
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Maschinelle Aufbereitung der Kanäle
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Besondere elektrophysikalisch-chemische Spüllösungen
Die Mehrkosten variieren und liegen je nach Schwierigkeitsgrad zwischen 100-120,-€ pro Wurzelkanal. Bei einem Backenzahn (Molaren) mit 3 Wurzelkanälen liegen die Kosten bei ungefähr 320,-€. Sie werden vor der Wurzelbehandlung diesbezüglich näher aufgeklärt.
Mehrkosten für eine Wurzelbehandlung werden von Zahnzusatzversicherungen, je nach Tarif, übernommen.
Zuletzt aktualisiert am 2026-11-01 von Christian Fryges.